Kann Zucker süchtig machen?

Ja, Zucker kann süchtig machen, er wirkt im Gehirn wie Heroin oder Kokain. Wenn du Zucker zu dir nimmst und das betrifft auch Vollrohrzucker, dann steigt dein Blutzuckerspiegel extrem in die Höhe. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, um dein Blut wieder zu neutralisieren. Ein kleiner Teil geht als Glucose in die Zelle zur Energiegewinnung und ein kleiner Teil wird in der Leber als Glykogen eingespeichert für „schlechte Zeiten“. Der Großteil jedoch wird im Bindegewebe eingelagert, was zu den unschönen Fettpölsterchen und zu Cellulite führt.

Wenn das Insulin seine Arbeit getan hat, dann sinkt der Blutzuckerspiegel noch tiefer, als zuvor. Das heißt, du bist „unterzuckert“ und bekommst Heißhunger auf etwas Süßes. Symptome können sein Herzklopfen, Zittern, schneller Puls, Kopfschmerzen etc. Der Körper schreit wieder nach Zucker und das geht so weit, dass du ständig etwas Süßes brauchst.

Zucker schadet außerdem den Zähnen und ist die beste Nahrung für krankheitserregende Bakterien und Darmpilze. Darmpilze ernähren sich bevorzugt von Zucker. Isst der betreffende Mensch nun nicht so viel Zucker, wie die Pilze brauchen, dann übertragen sie den Heißhunger auf Süßes auf ihren Wirt.

der Zucker ist ein Mineralstoff- und Vitaminräuber!

Zur Verdauung von Zucker werden Mineral- und Vitalstoffe benötigt, ganz besonders die B-Vitamine. Zucker enthält nur 2 mg Magnesium und Calcium. Für die Verdauung wird deutlich mehr davon gebraucht und außerdem noch Mangan, Zink und Chrom, weshalb die körpereigenen Depots geplündert werden.

Zucker für Kinder – ©pixabay

Achte bei deinen Kindern, dass sie so lange wie möglich keinen Zucker bekommen. Wenn ein Kind die Belohnung mit Zucker gewohnt ist, wird er sich selbst als Erwachsener auch belohnen und das ist die Basis für Zuckersucht!

Wann spricht man von Zuckersucht?

Eine Zuckersucht macht sich dadurch bemerkbar, dass man keine Kontrolle mehr über seinen Zuckerkonsum hat. Man kann einfach nicht darauf verzichten, obwohl man genau weiß, dass es schädlich ist. Viele essen dann große Mengen in kurzer Zeit oder vielleicht auch ausschließlich heimlich.

Entscheidet man sich mit dem Zucker aufzuhören, dann kann es durchwegs sein, dass man richtige Entzugserscheinungen hat. Diese können Gereiztheit, Aggressivität sein oder man sucht sich eine Ersatzbefriedigung wie z.B. Alkohol, Rauchen etc.

Wie entsteht Zuckersucht?

Zuckersucht entsteht im Gehirn. Bei einer Sucht ist das Gleichgewicht zwischen den Botenstoffen im Gehirn gestört, vor allem zwischen Serotonin und Dopamin.

Tipps zur Überwindung der Zuckersucht:

– gezuckerte Getränke meiden, dafür 1,5 bis 2 l stilles Wasser trinken

– frisch zubereite, vitalstoffreiche, gemüselastige Ernährung

– keine Fertigprodukte essen, die Zucker enthalten

– Kaffee und Alkohol reduzieren

– ein süßes Frühstück vermeiden

– Fertigwürze und Geschmacksverstärker vermeiden

– bei Lust auf ein Dessert erst 30 Minuten warten

– Tryptophan-haltige Lebensmittel essen, wie z.B. Cashewkerne, Sonnenblumenkerne,  Bohnen, Hirse, Hafer etc.

– Bitterstoffkur

– effektive Darmsanierung machen

– Muskeltraining

– viel Aufenthalt im Freien

 

Alternative Süßungsmittel:

Vollrohrzucker (aus Zuckerrohr) und Vollzucker (aus Zuckerrübe), Ahornsirup, Agavendicksaft, Dattelsirup, Apfel- und Birnendicksaft und alle anderen Sirups sind keine gesunden unbedenklichen Alternativen. Sie sind süße Konzentrate, die so in der Natur nicht vorkommen und in hohem Prozentsatz aus Zucker bestehen, also nicht empfehlenswert.

Die natürlichste Variante des Vollrohrzuckers ist die so genannte Ursüße, die sämtliche Mineralstoffe des Zuckerrohrs enthält und somit mineralstoffreich ist.

Honig – ©pixabay

Honig ist zwar natürlich, enthält aber nur sehr kleine Mengen an Mineralstoffen und sollte daher nur in sehr kleinen Mengen verzehrt werden. Honig kann genau wie Zucker Zahnschäden verursachen, die Bauchspeicheldrüse überlasten, Darmprobleme und Pilzinfektionen hervorrufen. Die einzige Ausnahme ist der Manuka-Honig.

Datteln – ©pixabay

 

Eine optimale Alternative sind Trockenfrüchte, die zum Süßen verwendet werden, z.B. Datteln oder Feigen.

 

 

 

 

Auch Stevia, Xylit (Birkenzucker) und Kokosblütenzucker sind sehr gute Süßungsmittel, mit denen auch ein Kuchen gut schmeckt.

Stevia-Pflanze – ©pixabay

 Sind „Light-Produkte“ eine Alternative?

Finger weg von „zuckerfreien“ Getränken, zuckerfreien Kaugummis oder sonstigen Lebensmittel mit künstlichen Süßungsmittel, wie Saccharin, Saccharose, Aspartam etc. denn das ist pures Gift für deinen Körper!

Mehr davon berichte ich euch nächste Woche.

 

Alles Liebe

Andrea Viertl

 

 

 

Quelle: Akademie der Naturheilkunde

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