ZU TODE QUÄLEN AUS TRADITION

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Nach zweijähriger Zwangspause finden nun auch in Mallorca wieder Stierkämpfe statt. 2017 hat die linke Regionalregierung ein Gesetz durchgebracht, welches das vorläufige Ende dieses abscheulichen Hinmetzelns darstellte.

Das Verbot der Verletzung und Tötung von Stieren zur allgemeinen Belustigung wurde aber schon im Jahr darauf wieder aufgehoben, mit der Erklärung, die Regionen dürften nicht eigenmächtig entscheiden.

Erst 2013 wurde der Stierkampf zum nationalen Kulturgut erklärt. Trotzdem ist die Corrida de Toros mittlerweile auch in Spanien zunehmend umstritten, besonders bei der jüngeren Generation. Laut einer Online-Umfrage zu Beginn dieses Jahres entschieden 56% gegen dieses mittelalterliche Brauchtum.

Viele Stätten dieses grausamen Stiertötens wurden mittlerweile geschlossen oder umgebaut. Im Vergleich zum Rekordjahr 2007 gingen die Kämpfe bis 2018 um 60% zurück. Trotzdem ist der Stierkampf nach wie vor ein lukratives Geschäft.

Als nach der Zwangspause nun auch auf Mallorca – in einer gut besuchten Arena – wieder das Blut verzweifelt um ihr Leben kämpfender Stiere geflossen ist, demonstrierten 400 Menschen vor der Arena gegen dieses unzeitgemäße Abschlachten. Ein Demonstrant stürmte ins Kampfgeschehen, wurde aber sofort von den Ordnungswache entfernt.

Mit einer einzigen Ausnahme kann man sich nun wieder landesweit am Quälen und Töten von Stieren erfreuen. Nur auf den kanarischen Inseln gilt ein Stierkampfverbot. Dort gibt es diese grausame Tradition nicht.

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