Zu geringen Preise viel Fleisch – Schnäppchenfleisch – und was das für die Tiere bedeutet

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Es gab eine Zeit, früher einmal da musste sich jeder noch sein Sonntagsbraten hart arbeiten. Fleisch war noch teuer. Meine Mutter erzählte mir, dass nur das Familienoberhaupt ihr Vater das wöchentliche Fleisch bekam. Die Kinder aßen zerstampftes Gemüse und die Soße davon. Man wusste noch wo es her kam. Welche Arbeit mit der Tierzucht verbunden war und respektierte das was man hatte. Nicht auszudenken, dass man etwas davon unachtsam wegwarf. Und wie ist es heute? Immer noch billiger zu erhalten, noch weniger Wertschätzung, weniger Bezug woher es kommt. Schlachtungen finden hinter verschlossen Türen statt. Viele geben vor nur das beste zu nehmen, für das Tierwohl zu sein. Und wer tatsächlich so denkt kann man Loben der erste Schritt ist getan. Doch die Mehrheit knickt ein wenn das Sonderangebot dann doch so verlockend ist. Wenn der Burger bei großen Fastfoodketten mit Niedrigen Preisen wirbt. Dann ist es vorbei mit dem Nachdenken über das glückliche Leben und der artgerechten Tierhaltung wenn doch einfach alles so günstig und so lecker ist.

Wegwerfmeister in der Fleischproduktion

Wie wenig Achtung der Mensch inzwischen vor dem Leben einer anderen Art hat wird bewusst wenn man sieht wie viel tatsächlich weggeschmissen wird. Hauptsache der Gewinn stimmt. So wird über die Hälfte der für uns getötete Tiere einfach in die Tonne geschmissen. Besser wäre es doch nur die Hälfte dieser Tiere zu töten und möglichst alles zu verwenden. Doch ganz so einfach macht es sich die moderne Industrie nicht. Für die Masse bekommt man den günstigsten Preis und dementsprechend wird auch in der Tierhaltung in Massen produziert. Hinzu kommen die ganzen verarbeiten Produkten, welche der Supermarkt beim Ablauf der Haltbarkeit der Produkte in die Tonne wirft und die private Haushalte die sich beim Wocheneinkauf  verschätz haben. Noch in den 60er und 70er Jahren wurde in Deutschland durch viele Rezepte ein Großteil des Fleisches zu Gerichten verarbeitet oder im Sauerbraten nicht mehr allzu frisches Fleisch aufbereite. Dieser wurden jedoch im Wandel der Zeit in der sich nun jeder alles leisten kann als arme Leute essen abgetan. Jeder wollte nur noch das Beste vom Besten.

Tiere sterben auch bereits vor dem Schlachter

Wer billig produziert nimmt kleiner Rückschläge in Kauf. Dies bedeutet, dass es immer wieder zur Totgeburten der Tiere kommt. Diese zu Tode gemästet werden oder schlicht weg zu krank und darum nicht über lebensfähig sind. Am Beispiel der Schweine sind durchschnittlich etwa 20% von ihnen vor der Schlachtung gestorben. Dies bedeutet weitere Abfall für die Industrie. Soweit der Prozentsatz stimmt wird auf derartigen Verlusten keinen Rücksicht genommen. Warum auch? Ausreichend Platz oder gar ein Tierarzt für die kranken Tiere, wären unnötige Kosten, die sich ein Bauer im Konkurrenzkampf nicht leisten kann.

Der Umgang mit “Nutz-“Tieren beim Schlachthof

Tierschutzgesetze, welche im Grundgesetzt verankert sind. Sollen für einen artgerechte Haltung sorgen. Doch die Kontrollen zeigen oftmals, dass diese längst nicht eingehalten werden. Immer wieder wird uns weiß gemacht, dass es ja nur Ausnahmen sind. Doch wenn der Großteil sich nicht an die Bestimmungen hält sind es keinen Ausnahmen mehr sondern die Regel. So kommt es immer wieder vor, dass Tiere öfters gewaltsam geschlagen werden. Als wären sie nichts wert nur weil sie vom Menschen für die Nahrung gezüchtet werden. Des Weiteren muss alles schnell gehen. Der Zeitdruck unter den Mitarbeiter führt dazu, dass Tiere bei vollem Bewusstsein getötet werden. Sie noch lange den Schmerz mitbekommen. Oftmals führen halbherzige Betäubung der Tiere nur zur Bewegungsunfähigkeit, damit die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleistet wird. Natürlich wird ein Tier, das du gerade tötest nicht still stehen bleiben und sich versuchen zu wehren und nur, weil seine Energie zu Ende geht, heißt es nicht das auch schon sein Herz aufhört zu schlagen. Meist bekommen sie noch viel mehr mit als man ihnen zu gestehen möchte.

Was kann ich tun der erste Schritt ?

Ich verstehe wenn Menschen zu mir sagen Vegetarisch oder Vegan leben, dass könnte ich niemals. Kein Wunder die meisten denken dabei an Verzicht und fürchten vielleicht auch insgeheim den sozialen Ausschluss. Auch mir ging es nicht anderes ich habe mich vor einigen Jahren nicht ans Vegetarisch geschweige denn Vegan getraut, kein Mensch aus meinen Umfeld hätte dafür Verständnis gezeigt. Was aber jeder tun kann und tun sollte wenn er ein kleines bisschen Herz für andere Lebenswesen hat. Sein Fleischkonsum bewusster zu wählen. Muss es denn immer das günstigste vom Discounter sein oder wählt man lieber ein hochwertigeres Stück aus. Muss es den jeden Tag Wurst und Fleisch sein oder probiert mal neue Aufstriche und fleischlose Gerichte aus. Auch ein kleiner Schritt bewusster sich für seinen Nahrung zu entscheiden ist ein Anfang. Alles ist ein Prozess und muss nicht von Heut auf Morgen geschehen, doch etwas zu tun ist besser als nichts zu tun.

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