Was soll man denn noch glauben?

Wie man heile durch den Verschwörungs-Dschungel kommt

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„Was soll man denn noch glauben?“ – Eigentlich ist dies reine Rhethorik und keine wirkliche Frage, sondern vielmehr das Signal eines Geistes welcher kurz vor der Kapitulation steht. Vor der Kapitulation angesichts der vielen neuen Informationen – vor allem aus dem Gebiet der alternativen Medien. Aus dieser Frage spricht im Grunde die komplette Überforderung.

Nicht jeder ist unbedingt so wissbegierig und offen für neue Informationen wie es die meisten Leser dieses Blogs sind. Aber auch an hartgesottenen Mainstream-Konsumenten gehen alternative Informationen inzwischen nicht mehr einfach so vorbei. Es ist heutzutage so gut wie nicht mehr möglich das Internet zu benutzen, ohne nicht zumindest ab und an über einen impfkritischen Artikel, spirituelle Posts, neue Erkenntnisse zu 9/11, Infos zu Chemtrails und vielem, vielem mehr  zu stolpern. Da braucht es schon eine gehörige Menge an Aufwand immer genau an diesen kritischen Themen vorbei zu manövrieren.

Und selbstverständlich lösen solche Berichte Unruhe aus, auch wenn dies oft nicht zugegeben wird. Denn dass hinter all den zahlreichen Aufklärungs-Angeboten auch eine Wahrheit steckt, spürt man.

 

Die Wahrheit ist in uns allen verankert

Ja, die Wahrheit resoniert immer in uns, in jedem von uns. Und augenscheinlich ist doch jeder an der Wahrheit interessiert, oder etwa nicht? Warum also scheitern dann immer noch so viele Menschen daran, sich beständig zu informieren und der Wahrheit wirklich auf den Grund zu gehen?

Nun, sie probieren es wohl ab und an. Allerdings resoniert nicht nur die Wahrheit in ihnen, sondern auch ihre Ängste und ihre Verunsicherung. Ja, unsere Orientierungslosigkeit liegt für einige Momente vollkommen blank, wenn wir zum ersten Mal hören, dass Wahlen manipuliert, das Essen vergiftet, die vielen Impfungen, welche man bekommen hat, pures Gift waren usw. Praktisch jeder Bereich unseres Lebens ist manipuliert. Dies zu erkennen hat Konsequenzen, deshalb scheint es leichter auszuweichen. Wir wurden ein Leben lang falsch informiert, man hat uns eingetrichtert nicht selbst zu hinterfragen sondern vielmehr dazu indoktriniert  immer einer wissenden Autorität zu folgen, welche auf jede Frage des Lebens eine Antwort hat, sei es der Lehrer, die Universität, die Wissenschaft, Zeitungen, Politiker, Google, Wikipedia, was oder wer auch immer. Auf alles gibt es irgendwo Antworten. Und Fragen, auf welche es keine klaren Antworten gibt sind sowieso unwichtig und es wäre dumm sie überhaupt zu stellen… Eigeninitiative wird in der Gesellschaft zwar vordergründig gefördert, allerdings nur in gewissen abgesteckten und gesellschaftlich vorgegebenen Grenzen. Gehen Eigeninitiative und Kritik jedoch zu weit, bekommt man schnell zu spüren WER in Wirklich das Sagen hat und für das Denken zuständig ist.

Wir sind also darauf programmiert unser Wissen ausschließlich von außen zu beziehen, uns nicht auf uns selbst, und schon gar nicht auf unser Gefühl zu verlassen. Ja unsere gesamte Orientierung ist praktisch vollkommen nach außen gerichtet und wird auch von dort bestimmt, sogar auf dem Weg in den Urlaub mittels GPS. Die eigene Wahrnehmung wird nicht wertgeschätzt und auch nicht trainiert.

Was soll man denn noch glauben?“ Ich hole den Titel-Satz an dieser Stelle noch einmal her und ich möchte Dich, lieben Leser, dazu auffordern diesen Satz für 30 Sekunden ruhig auf Dich wirken zu lassen – JETZT!

Fällt Dir etwas auf? Dieser Satz „Was soll man denn noch glauben?“  offenbart die komplette Hilflosigkeit eines Menschen, welcher zumindest schon im Ansatz für einen Moment lang begriffen hat, dass die allgemeinen Wissens-Autoritäten offenbar zumindest nicht ganz koscher sind. Es wird, wie antrainiert, verzweifelt nach einer Orientierung im Außen gesucht. Aber wenn man doch schon begriffen hat, dass im Außen Unsicherheit herrscht, wie soll man sich dann noch orientieren? Es ist vollkommen unmöglich! Denn auf die eigene Wahrnehmung und Intuition kann man sich ja auch nicht verlassen… Die Folge: Noch mehr Orientierungslosigkeit, Verzweiflung, Panik.

 

Unser wichtigstes Werkzeug – fast vollkommen vergessen

Intuition und Gefühl werden an keiner Schule gelehrt und erst nach einer langen Weile, weit nach dem Studium stellt man – sofern man Glück hat – auf einmal verwundert fest, dass die erfolgreichsten Menschen in Wirklichkeit jene sind, welche zusätzlich zu ihrem Handwerk auch gelernt haben auf ihre Intuition oder ihr Bauchgefühl zu hören und dies auch unverblümt sagen. Vermutlich gibt es auch deshalb auch nur so wenige wirklich erfolgreiche Menschen, weil kaum jemand es wagt auf so etwas Vages und „Unsicheres“ wie sein Gefühl zu hören. „Unsicher“ – JA! Wenn man es so gut wie nie benutzt… Wie ein Muskel, der 40 Jahre lang in Gips verbracht hat…

Wenn wir in der heutigen Welt mit den immer krasser werdenden Informationenklarkommen wollen – und sie werden bald noch um einiges krasser! – dann müssen wir uns einer Orientierungshilfe bedienen, welche uns immer dienlich ist, besonders dann, wenn wir unser Verstand durchzudrehen beginnt, weil dieser den Boden verliert. Unser Gefühl!

Unser Gefühl und unsere Intuition zu entwickeln sind das effektivste, sicherste und wichtigste Mittel, um in der im Außen immer verrückter werdenden Welt der Widersprüchlichkeiten klarzukommen Ohne Gefühl werden wir irgendwann von irgend einem Schlaueren überlistest und finden uns im selben Kreislauf wieder, wie zuvor. Mit Gefühl und Intuition können wir die richtigen Entscheidungen treffen, besonders wenn es darum geht zu spüren, was man glauben kann und sollte – und was nicht.

 

Michael Kriegs – FreeSpirit®-Bewusstseinstraining

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