Vorweihnachtliche Leseprobe

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Hallo zusammen, Weihnachten naht unaufhaltsam. Bevor es zur Kollision kommt, muss ich noch so einige Plätzchen backen und Päckchen packen. Und danach werde ich erstmal verschnaufen. Das heißt, ich komme erst im Januar wieder.

Bis dahin wünsche ich uns allen ein paar besinnliche und gesunde Tage, einen sauberen Himmel und vor allem ein fruchtbares 2018!

Liebe Grüße, Tim

PS: statt Marzipan lege ich ein Stück von meinem Buch bei, ich fange einfach mal von vorne an 😉

KAPITEL 1
WORT ZUM ANFANG

In diesem Buch schreibe ich meine persönlichen Erfahrungen auf, ich komme mir vor wie ein Kriegsberichterstatter, denn ich schreibe nun von einer Schlacht, von der die wenigsten wissen, dass es die überhaupt gibt. Meine eigenen Erlebnisse sind genug Indiz, um das Unsagbare dingfest zu machen.

Ich würde mich enorm freuen, wenn Richter und Leute von der Kriminalpolizei mein Buch hier nicht nur lesen, sondern auch alle beigefügten Links genau studieren. Und die anderen Leser bitte ich, haben Sie Nachsicht mit mir, wenn ich das Eine oder Andere, den Einen oder die Andere, übersehen habe. Ich stelle nicht den Anspruch, komplett zu sein. Ich skizziere nur. Ausmalen können Sie dann selber. Genug Material zum Vertiefen ist ja leider vorhanden.

Erstmal zu mir. Wer bin ich?

Ich bin Wuppertaler, als Kind fuhren meine Eltern mit mir an den Gardasee, mit siebzehn war ich ein Jahr in Oregon bei echten Cowboys, dann lebte ich in Berlin und München, bevor ich 1999 nach Spanien ausgewandert bin. Nun bin ich einundfünfzig Jahre alt, gehe gerne am Strand joggen und liebe Zitroneneis.

Nein, jetzt mal ehrlich, mein Privatleben brauche ich hier nicht ausbreiten, es würde dieses Buch nur unnötig länger machen.
Aber soviel über mich verrate ich Ihnen schon:

Ich habe mich nie mit einem Beruf, einem Hobby, einer Partei, einer Ideologie oder einer Religion identifizieren können. Auch mit keinem Fußballteam und keinem Rennstall. Ich kenne mich auch nicht in Syrien aus, weder in Russland noch in der Türkei. Ich kenne eigentlich nur die Welt vor meiner Nase. Und dieser kleine Ausschnitt reicht voll und ganz, um zu sagen: „Houston, we have a problem!“

… und zwar ein riesig großes. Und bevor man dieses Problem lösen kann, muss man es zuerst erkennen. Vielleicht gelingt es mir, dass Sie es auch erkennen. Denn nur gemeinsam können wir es lösen.

Die Wahrheit macht uns frei, das hatte schon mal jemand gesagt. Und es wird ständig zitiert. Aber niemand sagte uns, dass die Wahrheit erstmal sehr bitter ist. Darum habe ich versucht, die ganze Sache ein bißchen zu versüßen.

Vielleicht schmeckt es nun ein bisschen besser. Aber an diesen scheußlichen Fakten – eben das Unsagbare – die ich Ihnen nun hier präsentieren werde, kommt leider kein Lebewesen dran vorbei. Denn es betrifft uns alle. Diesmal läßt man uns keine Wahl.
Ich schreibe das hier alles auf, weil ich Pessimismus nicht gelten lassen kann und weil ich im festen Glauben lebe, dass der Verstand über der Materie steht, und dass Gott uns hilft, wenn wir uns selber helfen.

Wir stehen gerade an der Sollbruchstelle der Evolution. Jetzt bald schon wird die Eierschale aufbrechen. Und wir wissen ja: bricht das Ei von Außen, bedeutet das den Tod des Kükens. Bricht es von Innen, entsteht neues Leben.

Darum sage ich, in all dem unsagbaren Übel liegt auch eine große Chance, das Leben wieder voll lieben zu lernen.

Doch zunächst müssen wir ein großes Übel lösen, und lösen können wir das nur, wenn wir es verstehen, und verstehen können wir es nur, wenn wir es sehen.

Und um es sehen zu können, muss man es erst erkennen.

Von den Indianern erzählt man, dass sie die herannahenden Boote der Europäer nicht erkannt haben, denn sie hatten keine Referenz, um solche Bilder deuten zu können. Da war die innere Mattscheibe im Hirn noch nicht so weit vernetzt, um solche Bilder von Schiffen am fernen Horizont verarbeiten zu können. Aber Achtung! … wenn einmal neue Bilder vom Hirn verdaut wurden, dann bleibt eine Erinnerung und eine Deutung für immer, dann kann man nicht mehr so tun, als ob man es nicht sehen kann.

Also: wenn Sie jetzt weiter lesen, können Sie ab einem gewissen Punkt nicht mehr sagen: „Oh, ich hab das nicht gewusst.“
Am Besten, ich fange von vorne an. Endlich habe ich Zeit, alles aufzuschreiben. Denn ich sitze in U-Haft.

KAPITEL 2
U-HAFT

Ich sitze gerade bei der Ertzaintza in der Straße Kalea de la Infantin Cristina, in San Sebastián, was in Nordspanien ist. Genau genommen sind wir im Baskenland. Vermutlich eins der ältesten Völker Europas, und definitiv ist die baskische Sprache eine der ältesten überhaupt. Im Gegensatz dazu ist die baskische Polizei eine der allerjüngsten weltweit. Sie wurde erst 1982 gegründet und heißt Ertzaintza. Und genau bei denen sitze ich gerade in einer winzig kleinen grauen Zelle. Ich rede von dem Besucherzimmerchen, wo man provisorisch rein kommt, bis man wieder frei gelassen wird, oder umziehen darf, in eine etwas größere Zelle mit hoffentlich mehr Licht in einem der vielen Gefängnisse, die es auch hier gibt, wie überall.

Ich würde jetzt so gerne ausweichen und nun von den Basken reden, und wieso sie eine eigene Polizei haben, doch es nützt nichts, ich kann nicht weglaufen, ich muss mich stellen, und ich muss es aussprechen.

Man hat mir nahe gelegt, ich solle alles aufschreiben. Erzählen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie das überhaupt möglich war. Vielleicht wird es helfen, zu meiner Verteidigung. Ein sogenanntes psychologisches Gutachten, vielleicht eine Selbstanklage mit öffentlich gelebter Reue, das wird bestimmt punkten. Bei den ganzen politisch korrekten Geiern und Gutmenschen.
Nun, wir haben heute den frühen Morgen des 17. Juli 2017, Merkels Geburtstag, und ich sitze in U-Haft.

Hätte ich von mir nie gedacht. Aber nun ist es so gekommen. Auch wenn es mir keiner zugetraut hat. Und ich mir selbst am wenigsten.

Vor zwei Stunden hat man mich festgenommen. Ich hatte schließlich aufgegeben und mich gestellt. Sechs Polizisten, allesamt stramme, kräftige Basken, kamen mich holen, man legte mir Handschellen an, ich leistete keinen Widerstand. Was mich bei diesem großen Männereinsatz enorm beruhigte, war die Tatsache, dass die Gruppe von einer Frau angeführt wurde. “Hauptkommissarin Naiara Zuazua.” Ich mochte es, wie sie neugierig meinen Blick erforschte. Mit ihren leicht zynischen Lippen. Dank Naiara spürte ich, dass ich noch nicht ganz verloren war.

Kaum im Kommissariat angekommen, überkam es mich. Ich fing an zu weinen. Nicht wegen mir, sondern wegen der Menschen, die mich lieben. Die sich große Sorgen machen, wenn sie erfahren, was für einen blöden Mist ich verbockt habe.

Und alles wäre nur ein Streich eines Möchtegern-Aktivisten geblieben, wenn es keinen Todesfall gegeben hätte. Die arme Frau Möckelmann hat es nicht überlebt.

Naiara brachte mir einen Stapel Papier und ein paar Stifte. Dazu eine Kanne Kaffee. “Schreibe auf, wie es sich zugetragen hat. Und schreibe auf, wieso du es gemacht hast!” Dann war sie weg. Ich mochte den Geruch, den sie hinterließ. Und in dem Moment habe ich beschlossen, wenn ich hier heil rauskomme, werde ich Naiara zum Essen einladen. Wird sie annehmen? Nun, baskische Frauen sind sehr eigenwillig, aber ich bin nicht hier, um über baskische Frauen zu dozieren, oder wieso die Basken eine eigene Polizei haben. Ich bin hier, um meine Hose aufzumachen, und einen ganz tiefen Einblick zu gewähren, in der Hoffnung, meine Haut und ganz nebenbei die Welt zu retten.

KAPITEL 3
MEINEN JOB TUN

Wieso sitze ich in Untersuchungshaft? Nun, weil ich meinen Job viel zu ernst nehme.

Und was ist mein Job?

Es ist das, was mir keine Ruhe läßt, wenn ich es nicht tue. Also tue ich es besser.

Auch wenn ich für mich selbst andere Pläne mit meinem Leben hatte. Aber wie heisst es im Rheinland? Et kütt wi et kütt. Oder: erstens kommt es anders, zweitens als du denkst.

Oder – passend zu der Geschichte, die ich nun hier aufschreibe: Sie können gar nicht so fies denken, wie es läuft.
Meine anderen Pläne waren Drehbücher zu schreiben, am Liebsten mal eins für 007. Aber was ich nun hier, von meinem eigenen Leben diktiert, aufschreiben muss, sprengt wirklich jede Fiktion. Wäre das die Geschichte des neuen Bondfilms gewesen, ich hätte mein Eintrittsgeld zurückverlangt. So etwas Durchgeknalltes kann man sich nicht ausdenken, aber Drehbuchautoren wissen alle: reality is much stranger than fiction.

Vor vielen Jahren sagte mir ein, mir nicht besonders wohl gesonnener, Filmregisseur: „Hitler hatte auch mal von einer großen Karriere als Künstler geträumt! Aber wie wir alle wissen, hat das ja nicht klappen sollen. Aber in seinem Fall war das nicht ganz so schlimm. Denn er kam noch groß raus, und zwar viel, viel größer als es ein einfacher Künstler erwarten konnte!“ Und dann fügte er als Punchline, über die er selber lachen musste, hinzu: „Nun, wie ich sehe, hast du ja noch alle Wege offen!“

Tatsächlich hatte er Recht, als Künstler kam ich nicht raus, auf einem anderen Weg schon. Und dieser Weg hatte mich gesucht, und nicht ich den Weg.

Mir ging es nie darum – im Gegensatz zu diesem Regisseur – „groß rauszukommen“, beim Film habe ich so viele kennengelernt, die nur groß rauskommen wollten, aber nichts zu erzählen hatten. Mir ging es immer darum, Leute zum Nachdenken zu bringen. Unterhalten ja sicher, aber mit Nährwert bitte.

Dass ich aber dann eines Tages solch einen schweren, unverdaulichen Happen lecker zubereiten sollte, dass hätte ich mir nie erträumen lassen. Und so war es ganz gut, dass ich das Kochen gelernt hatte. Und zwar das Kochen mit Worten, Bildern und Tönen. Auf die richtige Mischung kommt es an.

Und es war nur wegen der Kreativität und der Herausforderung, die damit einhergeht, dass ich auf diesem Weg geblieben bin. Denn dieser Weg ist nicht einfach, er durchkreuzt eine unaussprechlich widerliche, scheußliche Thematik, eben das Unsagbare.

Und es ist die Kreativität, die die Ohnmacht verbrennt und zur Macht verwandelt, und wenn es nur eine kleine Macht ist, aber sie reicht, um wenigstens ein Lichtlein mehr anzumachen. Und das ist dann immer ein Gewinn. Ein weg von der Ohnmacht. Ein hin zur Macht.

Mir scheint nun, das sage ich zu meiner Verteidigung, dass mein Leben eine einzige langwierige Vorbereitung war, um jetzt hier diesen „Job“ ausführen zu können.

Ich kann mehr oder weniger eine Geschichte erzählen, ich kann das auf drei Sprachen, ich bin ein wenig wie Forrest Gump, das heisst, ich habe so oft schon in erster Reihe gestanden, wenn es darum ging, zu sehen, was wirklich los ist.

Das habe ich von meiner Großmutter geerbt. Sie ließ ihre Hand ins Gras fallen und fand jedes Mal ein vierblättriges Kleeblatt. Bei mir ist es auch so, nur was ich mühelos finde und sehe, ist das Haar in der Suppe, die Ratte im Keller, den Skorpion in der Kloschüssel, die Schlange im Wohnzimmer, das Possum in der Küche, den Wurm im System.

Und viele zerbrochene Seelen fand ich, die sich mir anvertrauten.
Ich habe in meinem „Tabula Rasa und die 3 Schritte des Erwachens“ bereits darüber erzählt, dass meine Lebenserfahrungen wie ein großes Malen nach Zahlen sind, und dass ich zu oft dabei war, um aus eigener Beobachtung zu wissen, dass wir auf diesem Planeten von Psychopathen regiert werden. Und das sage ich einfach nur aus den Rückschlüssen, die ich bekomme, wenn ich mein nächstes Umfeld – also alles vor meiner Nase – beobachte. Dafür muss ich in kein Krisengebiet reisen, ich muss nur aufmerksam beobachten, was sich vor meiner ganz eigenen Nase hier in der sogenannten ersten Welt abspielt.

Und vorbereitet wurde ich auch, weil selbst das Unsagbare und Widerliche schon von früh an Bestandteil meines Lebens war. Für mich war es immer schon normal gewesen, mich mit dem Unsagbaren zu beschäftigen. Das Unsagbare hat mich oft amüsiert. Besonders immer dann, wenn ich das Unsagbare eben doch noch sagte. Wenn ich in Fettnäpfchen getreten bin, dann nur volle Pulle, ich bin direkt reingesprungen, nur weil ich sehen wollte, wie das Fett spritzt und die Umstehenden bekleckert werden.

Ein Beispiel: als ich zwanzig Jahre alt war, hatte ich eine Zeit lang als Bestatter gejobbt. Und ich habe es genossen, meine täglichen Erfahrungen den Freunden abends in einer gemütlichen Runde beim Glas Bier unter die Nase zu reiben. Auch mit Ekel kann man angeben.

Und wer stehen blieb und mehr hören wollte, war dann auch geneigt zu erkennen, wie viel der Mensch eigentlich verdrängt. Wieviel es gibt, was man nicht sagen kann oder will. Mit Sicherheit alles, was stinkt, Angst macht oder unbekannt ist. Und da wir als Individuum oder Gesellschaft nur sehr wenig kennen, verdrängen wir das Allermeiste.

Nun, es gab sogar mal eine Philosophie-Studentin, die ich mit solchen Gedankengängen beeindrucken konnte. Damals in Köln. Dort schlug ich ein wie ein geölter Blitz. Aber da war ich noch jung und naiv.

Ich muss zum Punkt kommen. Nein zum Fund. Und es gibt zwei Funde, die ganz, ganz wichtig sind, um den Rest dieser Reise zu verstehen. Und dass man dann hoffentlich auch erkennt, dass ich so ganz direkt am Tode der Frau Möckelmann überhaupt keine Schuld trage.

Der eine Fund liegt im August 2013. Der andere irgendwann im Jahre 2012. Beide Funde machte ich in unmittelbarster Nähe meiner eigenen Haustüre. Es fiel mir im wahrsten Sinne vor die Füße.

Und beide Funde sind die Säulen, auf denen hier alles aufgebaut ist: sowohl mein Wissen von dem Unsagbaren als auch die Konsequenz meiner Verzweiflung, die mich letztendlich hierhin in U-Haft gebracht hatte.

KAPITEL 4
DER ERSTE FUND

Zuerst der erste Fund, die nettere Anekdote: im August 2013 bekam ich Besuch von Raquel S. Sie ist eine junge attraktive Schauspielerin aus Valencia. Und genau so eine brauchte ich für meinen Roadmovie. Also lud ich sie ein und sie kam.

ROADKILL handelt von einer hübschen jungen Anhalterin auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Ein Episodenfilm. Sieben völlig unterschiedliche Männer nehmen sie mit, und alle wollen mit ihr mal so richtig Polonaise tanzen. Doch alle müssen sterben. Nur einer – ein alter Priester, der sein Leben lang vor schönen Frauen mehr Angst hatte als vor dem Teufel – öffnet sein Herz, denkt laut nach, über sein verschwendetes Leben im Zölibat und die Zeit, in der wir leben.

Padre Luis nannte ich ihn. Er war der Grund, weswegen ich den Film machen wollte: der Priester redet vom Bewusstseinswandel, vom Erwachen der Menschheit, von all den Dingen, die ich nun schon seit fast siebzehn Jahren studiere und beobachte.

Der Film redet von all den Dingen, die ich lernte, seitdem ich hier bei den Basken lebe, denn es sollte so kommen, dass ich hier zwischen den Bergen bei den sieben Zwergen Freundschaft mit echten Hexen und Schamanen machen sollte. Und während hier das Meer ständig die Küste neu formt, haben meine neuen Freundschaften mich bzw. mein Weltbild ordentlich verformt. Und nach so vielen Jahren gibt es immer ein davor und danach. Damals suchte ich neugierig, heute weiß ich ein kleines bißchen mehr. Die Kontinuität des Beobachtens macht den Meister. Der Tropfen höhlt den Stein. Und mein Stein hat nun die arme Frau Möckelmann erschlagen.

Aber bitte. Was war? Ach ja. ROADKILL und Padre Luis. Im August 2013 machten wir die ersten Dialogproben, und mir war klar geworden, dass Raquel das nötige Zeug hat, dass ein Priester sein Zölibat an den steifen Nagel hängt. Im Film ist der Priester der einzige Mann, der mit dem Mädchen “riki-riki”, wie man hier sagt, machen darf und wird dann im süßesten Moment von seinem Schöpfer heimgeholt.

Abends, nach den Proben, waren Raquel, Juan, mein Assistent und ich schwofen. Es war Semana Grande, und direkt vor meiner Haustür war ein Straßenfest. Ein DJ legte auf, alles war am Hüpfen. Irgendwann standen Raquel und ich im Gedränge vor dem Getränkestand. Auf Produktionskosten kaufte ich mehr Bier. Etwas fiel mir auf den Fuss. Ich hob es auf. Es war ein weißes iphone 4s, genau so eins wie es Raquel ständig in der Hand hat. Raquel ist auch eine von denen, die es liebt, in facebook die neusten Kommentare unter ihrem letzten Bikini-Foto zu lesen.

Ich schob Raquel das iphone von hinten in ihre Handtasche und zischte in ihr Ohr: “Mädchen, pass ein bisschen besser auf deine Sachen auf!”

Raquel schaute sich das iphone an und sagte: “das ist nicht meins!”

Dann meinte ich noch, ein Bein im Gedränge gesehen zu haben, das Bein, das zu der Hose gehörte, aus dessen Tasche das iphone fiel. Im Reflex wollte ich hinterher, doch Raquel hielt mich zurück. “Das behalt mal. Du brauchst es, um mit mir in Kontakt zu bleiben.”

Wer hätte da widerstehen können?

Was ich da noch nicht wusste, war, dass dieses iphone mein Hauptwerkzeug werden sollte, um akribisch all die Geschehnisse zu dokumentieren, die keiner sehen will und die so grauenvoll sind, dass daher der Buchtitel kommt:

Vom unaussprechlichen Glück das Unsagbare zu finden.

Und den Rest gibt es auf amazon 😉

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