Öffentliches Fernsehen gesteht Medienmanipulation & Betrug an den Zuschauer

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Öffentliches Fernsehen gesteht Medienmanipulation & Betrug an den Zuschauer

Als “ein Karussell der Eitelkeiten”, eine buchstäblich “ver-rückte Medienwelt” beschreiben Politiker und Journalisten ihren Arbeitsplatz Berlin. Eine unbekannte Welt, in der es um Meinungsmacht und politischen Einfluss geht. “Denn Politik ist nur, was in der Öffentlichkeit stattfindet”, so die Erfahrung eines langjährigen Ministers.

Wer macht Meinung in Berlin? Wer umarmt wen? Wie groß ist die Distanz noch zwischen Politikern und Journalisten, wo diese doch wechselseitig aufeinander angewiesen sind? Diesen Fragen gehen die Autoren Julia Salden (NDR) und Thomas Leif (SWR) in ihrer 45-minütigen Dokumentation “Zapp spezial: Strippenzieher und Hinterzimmer – Meinungsmacher im Berliner Medienzirkus” nach (Sendung: Mittwoch, 8. März, 23.00 Uhr, NDR Fernsehen).

Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem hektischen und zum Teil absurden Alltag von Politikern und Journalisten in Berlin: die Jagd nach der exklusiven Nachricht und der knalligen Schlagzeile, die fast konspirative Welt der geheimen Hintergrundkreise und der aufreibende Party-Marathon am Abend. “Es ist ein System, das sich selber zu fressen beginnt”, so Martin Bialecki, der Leiter der Berliner dpa-Zentrale, zum Zusammenspiel von Politikern und Journalisten.

Viele in Berlin empfinden den Kampf um Aufmerksamkeit und Anerkennung als bedrohlich für beide Seiten, für Politik und Medien. “Weil in dieser medienbestimmten Republik jemand, der nicht in den Medien ist, nicht da ist”, so Hans Eichel, langjähriger Finanzminister.Und Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, bekennt: “Wenn Sie bei der Frau Christiansen oder bei der Frau Illner in den Talkshows nicht vertreten sind, dann existieren sie politisch nicht.”

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