Musik und Spiritualität – Das Bemühen um eine rhythmische Lebensgestaltung

0
1553

Musik und Spiritualität – Das Bemühen um eine rhythmische Lebensgestaltung

Ich habe kurzzeitig einen Traum gehabt:
>>Die Musik, das Theater, die Poesie – die Dichtung, – kurz, die Kunst, transportieren die Menschen jenseits ihres Selbst. Die Kunst hat Waffen, welche die analytische Vernunft – die Soziologie usw., nicht hat. Sie wühlt den Zuhörer, Zuschauer in seinem innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung, und der Entfernung. Theater, Poesie und Musik haben diese unglaubliche Kraft der Veränderung. Sie treffen den Menschen in seinem Innersten, bewegen in ihm ungeahnte Emotionen und plötzlich bricht der Defensivmechanismus, seine Selbstgerechtigkeit zusammen. Der neoliberale Profitwahn zerfällt in Schutt und Asche. Ins Bewusstsein dringt die Realität, dringen die sterbenden Kinder. Wunder könnten jedoch Gelingen. Das Erwachen, der Aufstand des Gewissens. (…) <<
~Jean Ziegler, Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen – 04.08.2011
Welches Konzept hilft bei solchen Herausforderungen?
“Nun, bei meinen vielen Begegnungen mit spirituellen Meistern, Psychologen, Neurobiologen, Ökonomen, Umweltexperten oder sozialen Unternehmern, ist vor allem dies die Rücksichtnahme auf andere gewesen, also die Selbstlosigkeit.


–  Wer Rücksicht auf andere nimmt, verspielt nicht die ihm anvertrauten Ressourcen.
– Wer Rücksicht auf andere nimmt, stellt sicher, dass im Beruf, in der Bildung oder im sozialen Leben, die geeigneten Bedingungen herrschen, damit jeder sich entfalten kann. …
– Wer Rücksicht auf andere nimmt, plündert nicht unseren Planeten!” (Mathieu Ricard)

Ein gesundes Herz schlägt nicht ganz regelmäßig, sondern schwingt um einen Mittelwert. Es marschiert nicht im Gleichschritt, sondern es “tanzt”. Dieser Tanz äußert sich als Herzfrequenz_Variabilität und tritt besonders in der Erholungsphase auf. (…)
>> Viele Menschen fragen mich danach, was sie denn Positives für ihre Gesundheit tun könnten. Eine ganz einfache Antwort darauf lautet: Rhythmus!  Das Bemühen um eine rhythmische Lebensgestaltung – bezogen auf den Tag, die Woche, das Jahr, letztlich auf das ganze Leben: Mahlzeiten zu festen Tageszeiten, regelmäßige Wach- und Schlafenszeiten usw. (…)und natürlich Musik, denn dass sich die Physiologie des Menschen in der Musik widerspiegelt, wird aus der Tatsache verständlich, dass Menschen diese Musik gemacht und mit ihrem Atem im Gesang oder mit dem Musikinstrument gestaltet haben. Im Lauf der Musikgeschichte – auch zu einer Zeit, als sich Medizin und Musik schon längst getrennt hatten -, gab es immer wieder Versuche, Musik und Rhythmus therapeutisch einzusetzen. Musik erleichtert seit jeher schwere körperliche Arbeit durch Rhythmus und bringt Freude und Schwung in das Leben, sie begleitet jedes Fest und singt Kinder in den Schlaf. Körperrhythmen werden durch Musik ausgedrückt und verstärkt. Schwingungen, Klänge und Musik sind in der Lage, unser Innerstes zu berühren – und all dies beginnt mit dem Hören, dem Lauschen, an dem Sich-öffnen für die Welt der Schwingungen.
Die wahrscheinlich intensivste Form der Erfahrung von Schwingung mit Körper und Seele geschieht jedoch dann, wenn wir unser UrInstrument -die eigene Stimme – zum Klingen bringen, denn hierbei nehmen wir die von uns selbst erzeugten Schwingungen nicht nur mit den Ohren war, sondern wir versetzen unseren eigenen Körper in Vibration und rufen hierdurch starke Resonanzprozesse hervor. Das bisher in der Musiktherapie weitgehend vernachlässigte Gebiet des Singens und der Arbeit mit der Stimme und ihren Wirkungen nimmt hier eine betonte Stellung ein, da bisher die heilsamen Potenziale des Singens viel zu wenig erkannt und genutzt werden.
Heutzutage haben wir uns alle daran gewöhnt, dass sich unsere emotionale Befindlichkeit auf den Körper auswirkt und tief sitzende Gefühle einschneidende und weitreichende Veränderungen herbeiführen, die uns heilen beziehungsweise schaden können – dass sie psychosomatische Folgen haben. Aber in dem Universum, von dem hier die Rede ist, hat unser Gefühlszustand auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Materie außerhalb unseres Körpers! In diesem psychosomatischen_Kosmos wird das Verhalten physischer Gegenstände im Raum direkt von unserem Geisteszustand gesteuert, ohne dass wir irgendetwas dazu tun müssten. >>Wir können die Materie allein schon durch die Art und Weise verändern, wie wir sie betrachten.<< Bob Dylan beschreibt im jüngst veröffentlichten Band seiner Memoiren, unter welchen Voraussetzungen ein Mensch die Zeiten verändern kann, in denen er lebt. Dazu “braucht er Kraft und die Gabe, Geister zu beschwören.” Er schreibt, immer schon war ein solcher Mensch “jemand, der die Dinge durchschauen konnte bis auf den Grund, und zwar nicht im übertragenen Sinne, sondern buchstäblich – als bringe man Metall mit dem Blick zum schmelzen-, jemand der ihr wahres Wesen erkannte und es in ungeschönter Sprache und mit unbarmherziger Klarsicht enthüllte.” Dylan spricht ganz direkt und recht unumwunden von einer mächtigen, uralten Weisheit, die von den Geheimgesellschaften bewahrt wird. Von einer Weisheit, von der die großen Künstler, Autoren und Denker durchtränkt waren, die unsere Kultur geformt haben. Im Kern besteht sie “aus der Überzeugung, dass unsere tiefsten geistigen Beweggründe auch die stärksten Triebfedern der materiellen Welt sind…”
(~Die geheime Geschichte der Welt~, Jonathan Black, Seite 31)

~Kopf ohne Herz macht böses Blut,
Herz ohne Kopf thut auch nicht gut;
Wo Glück und Segen soll gedeih’n,
Muß Kopf und Herz zusammen sein.~
von Bodenstedt

Novalis schreibt über die Heilkraft der Musik: «Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem, die Heilung eine musikalische Auflösung». …

NEOFit- Facebook Seite >>https://www.facebook.com/neofit333/<<

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.