Mc Donald – kleine Betrachtung

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Kleine Meditation eines Spaziergängers

Artos Denkzeilen

Ich ging so vor mich hin. Die Sonne traute sich endlich noch einmal durch die eisige Kälte die Welt zu erhellen. Ich war unterwegs um den Kopf frei zu bekommen. Die Gedanken flogen von Einem zum Anderen und das Erste, was ich wieder wahrnahm, warst „Du“.  Du lagst auf einem winzigen Stück Wiese, flach wie eine Flunder, voller Schlamm. Bespickt mit Werbung die große Gewinne, vielleicht sogar das Lebensglück versprechen. Was bist du eigentlich? Nur ein nicht mehr verwendeter Becher von MC Donald? Auf deiner kleinen Fläche fährst du mächtige Geschütze auf.

„Ich liebe es“ -ja was denn? Deinen Hersteller mit dem großen „M“? Der, der zur Verarbeitung deiner Art tausende Tonnen Holz fällt, damit man ein einziges Mal daraus trinken kann? Der, der mit unzähligen Appetitanregern dafür sorgt, dass man nie richtig satt, aber schön fett wird?

„Hier abziehen und gewinnen“ steht da auf dir. Kann ich denn wirklich gewinnen? „Millionen Sammel-Sofortgewinne“ steht da. Du willst bevor ich gewinnen kann erst, dass ich weiter bezahle und die anderen Millionen Kunden auch. Ich höre dich innerlich, wie du dich verteidigt „ich bin doch nur ein kleiner Pappbecher“. Nein, das bist du nicht. Du bist das Symbol für eine Gesellschaft, die die Achtung vor der Schöpfung verloren hat. Ein Symbol für ferngesteuerte Menschenmassen, fest in der Hand des großen „M“. Du bist das Symbol für Überflüssig und Unsinn. Von wegen klein. Du bist der Grund, warum 0,5 Liter Zuckerwasser unkontrolliert durch unsere Körper fließt und uns schwach und süchtig macht.

„Monopoly“ steht da fett eingerahmt, „das unverschämte Glück“. Durch dich sind Millionen kleiner und einzigartiger Imbissstände zerstört worden. Ja, das ist Monopoly. Durch dich und deinesgleichen haben Generationen von Jugendlichen eine Esskultur verloren. Es ist wirklich unverschämt, dein Glück. Du nahmst uns so viel und gabst uns deine schleimigen Versprechen, immunzerstörende Substanzen und, wie pervers- auch strahlende Kinderaugen.

Es tröstet mich nicht, dass du im Dreck liegst. Denn selbst da, verdrängt du eine kleine Blume, die so gerne ein Hoffnungsschimmer der Natur für uns Menschen gewesen wäre. 1

ArTo

1 Kommentar

  1. Narung ist auch für die Funktion unseres Hirns von enormer Wichtigkeit. Wenn man den Müll an Straßen- und Wegeränder betrachte, fällt auf, das die Hirnleistung bei “M”- Verzehrern, kurz nach Einnahme des Zeugs beträchtlich nachlässt.

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