In letzter Zeit tauchen vermehrt Vorträge auf, dass Kokosöl giftig sei und somit schädlich für unseren Körper.

Ich möchte dazu nun auch Stellung nehmen:

Entgegen der Aussage von Frau Dr. Dr. Michels von der Universität Freiburg, in der sie behauptet, dass Kokosöl giftig sei und es keine einzige Studie am Menschen gibt, die irgendeine positive Wirkung von Kokosöl zeigt, gibt es sehr wohl etliche Humanstudien darüber. Hier ein Überblick über einige Studien:

  • Kokosöl verbessert Alzheimer-Erkrankungen
    Neue Studien zeigen, dass durch Kokosöl auch Symptome von Alzheimer-Erkrankungen verbessert werden können (de la Rubia Orti 2018, Hu Yang 2015). Dieses Potenzial von Kokosöl bei Alzheimer-Erkrankungen wird einerseits durch den Anteil mittelkettiger Fettsäuren erklärt, da diese Ketonkörper bilden, was in anderen Studien mit mittelkettigen Fettsäuren bereits zu Verbesserungen von Alzheimer-Symptomen geführt hat (Cunnane 2016, Reger 2004). Andererseits enthält Kokosöl auch Polyphenole, die die Bildung von Amyloid-Plaques verhindern können (Fernando, 2015).
  • Kokosöl verringert Zahnfleischentzündungen und Plaquebildung
    Kokosöl verringert Zahnfleischentzündungen und Plaquebildung der Zähne schon nach sieben Tagen. Hierbei wird täglich Kokosöl im Mund hin- und hergeschwenkt (Peedikayil, 2015). Erklärt wird dies durch die antimikrobielle Aktivität der mittelkettigen Fettsäure Laurinsäure. Diese antimikrobielle Aktivität von Kokosöl wurde schon von Ruzin et al (2000) nachgewiesen.
  • Kokosöl verhindert die Progression von Parkinson
    Kokosöl verhindert die Progression von Parkinson, was in einer neuen Studie von Mischley et al (2017) mit 1053 untersuchten Parkinson-Patienten nachgewiesen wurde.
  • Kokosöl verringert die Nebenwirkungen einer Chemotherapie
    Kokosöl verringerte in einer Studie auch die Nebenwirkungen einer Chemotherapie und verbesserte dadurch die Lebensqualität von Brustkrebspatienten (Law 2014).
  • Kokosöl ist gut für Herz und Blutgefäße
    Schon Prior et al (1981) konnte nachweisen, dass Menschen auf der südpazifischen Insel Tokelau keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen kennen, obwohl dort die Gesamtenergieaufnahme zu 63 % aus Kokosöl besteht. Zum gleichen Ergebnis kamen Lindeberg und Lundh (1993): Auf Papua-Neuguinea, wo Kokosöl ebenfalls eine Hauptenergiequelle ist, kennt die Bevölkerung keinen Herzinfarkt. Darüber hinaus belegen weitere Studien zum Thema Kokosöl, wie gut Kokosöl für Herz und Blutgefäße ist, z. B. die Studie von Assuncao et al (2009). Hier wurden einer Studiengruppe täglich 30 ml Sojaöl gegeben, die andere Gruppe bekam täglich 30 ml Kokosöl. Das Ergebnis: Im Vergleich zur Sojaölgruppe gingen bei der Kokosölgruppe sowohl der Gesamtcholesteringehalt als auch das LDL-Cholesterin zurück – auch das schützende HDL-Cholesterin verbesserte sich in der Kokosölgruppe. Die Humanstudie von Cardoso et al (2015) zeigte ebenso einen durch Kokosöl verbesserten HDL-C Wert, der ein geringeres Risiko für Herzinfarkt darstellt. In einer weiteren Humanstudie mit Frauen zeigte Kokosöl sogar gegenüber einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine größere Verringerung von Entzündungen und reduzierte darüberhinaus den Risikofaktor Lp(a) für Herzinfarkt stärker. Müller et al (2003).

Fazit: Kokosöl ist ein sicheres und gutes Lebensmittel.

(Quelle: Dr. rer. nat. Wolfgang Feil, der leitet die Forschungsgruppe Dr. Feil. Als promovierter Biologe und Sportwissenschaftler, berät er Spitzensportler und Manager. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen. https://www.dr-feil.com/blog/allgemein/warum-kokosoel-kein-gift-ist.html )

Natürlich stimmt es, dass Kokosöl zu den gesättigten Fetten gehört, doch hängt es von den ganz unterschiedlichen Eigenschaften ab, wie der Körper diese verstoffwechseln kann. Man kann also nicht von vornherein sagen, dass gesättigte Fettsäuren schlecht und ungesättigte gut seien.

Kokosöl besteht noch dazu zu 50 % aus Laurinsäure, die zu den mittelkettigen Fettsäuren gehört. Mittelkettige Fettsäuren sind laut diesem aktuellen Review aus 2016 günstiger für den Körper, als langkettige Fettsäuren, die z.B. im Schweineschmalz zu finden sind.

Mittelkettige Fettsäuren lagern sich nicht so leicht im Fettgewebe ab, wirken nicht so entzündungsfördernd und beeinflussen eine Insulinresistenz sehr positiv.

Laurinsäure soll zwar das Cholesterin erhöhen, allerdings vornehmlich das HDL („gutes“ Cholesterin) und weniger das LDL („schlechtes“ Cholesterin), so dass sich das Verhältnis günstig verändern kann. Mehr über Cholesterin findest du hier

Auch aktivieren mittelkettige Fettsäuren nicht wie langkettige Fettsäuren aus anderen Bratölen die Makrophagen, was eine Voraussetzung für die Entstehung von Ablagerungen in den Arterien wäre. Mittelkettige Fettsäuren werden nicht wie langkettige Fettsäuren verdaut. Sie werden hingegen recht schnell in den Mitochondrien der Leber in Energie verwandelt.

(Quelle: Zentrum der Gesundheit)

Abschließend bedeutet das, dass Kokosöl, das aus der Kokosnuss erzeugt wird, nicht nur selten als Fett im Fettgewebe eingelagert wird, sondern auch die Wärmebildung im Körper anregen kann, so dass dadurch der Stoffwechsel insgesamt aktiviert werden kann.  Es ist außerdem eines der einzigen Öle, das neben dem ayurvedischen Ghee (Butterschmalz) hoch erhitzt werden darf. (Das Palmöl dürfte auch hoch erhitzt werden, doch das kann ich nicht empfehlen, denn durch die Palmölplantagen werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt.) Alle anderen Öle und Fette haben einen geringeren Rauchpunkt, was bedeutet, dass sie ab dieser Temperatur in die schädlichen Transfette oxidieren und dadurch die gesundheitsschädlichen freien Radikale im Köper entstehen. Deshalb sollten gute hochwertige Öle, wie Olivenöl, Leinöl, Hanföl, Sesamöl etc. nicht erhitzt werden.

Ayurvedisches Ghee (reines Butterschmalz)

Ghee, auch „das goldene Elixier“ genannt, wird zur Entgiftung eingesetzt. Es kann aber auch gegen Krankheiten wie Psoriasis (Schuppenflechte) und bei erhöhten Cholesterinwerten helfen. Es ist leichter verdaulich und hemmt Entzündungen.

Ghee enthält im Gegensatz zur Butter kein Eiweiß, keinen Milchzucker und nur wenig Wasser. Es besteht zu fast 100 % aus reinem Fett und ist daher hoch erhitzbar ohne in Transfette zu oxidieren. Ghee besteht auch aus 60 % gesättigten Fettsäuren, doch durch seine Eigenschaften ist es für unseren Körper gesund. 30 % sind ungesättigte und 3 % sind mehrfach gesättigte Fettsäuren, außerdem stecken in Ghee die gesunden Vitamine D, A und E.

(Quelle: Ayurveda Institut München)

Unser Körper braucht hochwertige Fette. Sie sind lebenswichtig für unser Gehirn, unsere Nerven, für jede einzelne Zelle und damit für unsere Gesundheit. Hochwertige Fette sind Energielieferanten und Energiespeicher und somit unverzichtbar und lebensnotwendig. Mehr dazu findest du hier

Mir ist es völlig unerklärlich, warum das Kokosöl auf einmal so verteufelt wird. Wieder einmal wird klar, dass man sich nicht auf Mainstream-Informationen verlassen kann, sondern selbst die Verantwortung für den eigenen Körper übernehmen muss. Informiere dich daher und bilde deine eigene Meinung, stelle deine eigenen Forschungen an und vertraue dir selbst.

Dein Körper wird es dir danken!

Alles Liebe

Andrea Viertl

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.