ESELHÖLLE IN AFRIKA

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Mauretanien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Menschen sind sehr freundlich, aber für das unendliche Leiden der Tiere, mit denen man sein Geld zum Überleben verdient, fehlte bis vor kurzem jegliches Bewusstsein. Seit 2005 bemüht sich der Salzburger Verein RespekTiere darum, das Leben der Arbeitsesel in Mauretaniens Hauptstadt Nouakchott zu erleichtern.

Fast die gesamte Wirtschaft wird auf dem Rücken der Esel abgewickelt. Die Tiere leben unter unwürdigsten Verhältnissen. Tierschutz oder gar Tierrechte gibt es nicht. In einigen Landessprachen kennt man nicht einmal ein Wort für Esel. “Das Tier, das man schlägt” werden die lebenden Arbeitsgeräte genannt.

Ihre enorme Leidensfähigkeit wird den Eseln zum Verhängnis. Man parkt sie in der sengenden Sonne, auch wenn gleich daneben ein Schattenplatz ist. Sie werden mit zerkleinertem Karton gefüttert und finden ihr Auslangen, weil sie ihm die Zellulose entziehen. Rostige Ketten, Stricke, Stofffetzen dienen als Zaumzeug. Die Lasten werden auf ihre blanken Rücken gelegt und wundgescheuert müssen die Tiere weiter funktionieren. Und sie funktionieren, bis sie irgendwann umfallen und sterben.

Seit sich TierschützerInnen aus Europa der Esel angenommen haben, ist ihre Situation um Vieles besser geworden. Das RespekTiere-Team hat einen Radiospot on air gebracht, mit dem man das Bewusstsein für das Leiden der Tiere wecken will. Einheimische Tierärzte sind ständig unterwegs, um die verletzen Esel zu versorgen, und ihre Dienste werden mittlerweile dankbar angenommen. Frauen nähen Auflagen für die Eselrücken und so wurden von den TierschützerInnen sogar neue Arbeitsplätze geschaffen.

Möglichkeiten für wertvolle Spenden und nähere Informationen zur Eselhilfe unter www.respektiere.at

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