Eisbaden: Grundlagen und Tipps

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In kurzer Hose und Schuhen den Kilimandscharo besteigen oder nördlich des Polarkreises bei -20°C im gleichen Outfit einen Marathon bestreiten? Undenkbar! Doch genau das (und andere verrückte Sachen) macht der Niederländer Wim Hof, der es als <<Iceman>> mit etlichen Temperatur-Weltrekorden zu gewissem medialen Ruf gebracht hat. Anfangs als verrückt verspottet, interessiert sich seit einigen Jahren auch die Wissenschaft für ihn. Doch er besteht darauf, dass er nichts tut, was nicht auch jeder andere tun kann.

Tatsächlich finden Ärzte bei ihm keine physischen Anomalien, dafür aber erstaunliche physiologische Phänomene, die der Sechzigjährige sowohl mit seiner Atemtechnik als auch mit seinen Ausflügen in die Kälte auslöst (siehe Kasten). Die Forschung hat inzwischen bestätigt, dass konsequente und regelmäßige Anwendung von Kälte sehr positive, gesundheitliche Veränderungen hat. Zum Beispiel:

  1. gestärkte Immunabwehr
  2. weniger Entzündungen
  3. weniger Schmerzen
  4. Stimmungsaufhellung
  5. mentaler Fokus
  6. weniger chronische Leiden
  7. Gewichtsreduktion
  8. größeres Leistungsvermögen
  9. erholsamer Schlaf
  10. mehr Körperbewusstsein.

Eis- bzw. Winterbaden, im medizinischen Fachjargon Kryotherapie (kryo = kalt) genannt, ist seit Jahrhunderten vor allem in Nordländern kulturell verankert. Der moderne Lebensstil hat die Vorzüge der kalten Jahreszeit leider etwas in Vergessen geraten lassen. Dadurch haben die Menschen den Kontakt zur Natur ein Stückchen mehr verloren und damit die Bindung an die Urkräfte der Schöpfung. Denn: Die meisten scheuen Kälte und suchen Wärme, sind sich aber nicht bewusst, dass Kälteempfindung gelernt und trainierbar ist. Bereits wenige Wochen des Trainings genügen, um leistungsstärker und gesünder zu werden. Es gilt, den eigenen Schweinehund und die möglichen Vorurteile gegenüber Kälte abzulegen und diese als heilsames Geschenk der Natur willkommen zu heißen!

Die Methode

Kryotherapie kann jeder mit etwas Training und Motivation selbst durchführen. Man muss lediglich ein paar wichtige Dinge beachten, damit sie effektiv und sicher ist.

Es empfiehlt sich, den Körper zunächst an kalte Temperaturen zu gewöhnen. Hierzu morgens nach dem warmen Duschen einfach für 30 Sekunden kalt duschen. Das kalte Wasser zuerst von der entgegengesetzten Seite des Herzens von oben über den Körper laufen lassen. Die Dauer des Kaltduschens schrittweise auf eine Minute, zwei und schließlich auf drei 3 Minuten erhöhen.

In der kalten Jahreszeit kann dann ein See oder eine andere Wasserquelle zum Winterbaden genutzt werden. Am Anfang nicht länger als eine bis max. sieben Minuten. Wer die Möglichkeit hat, kann Eisbäder in einem zugefrorenen See nehmen. Mit einem Pickel oder einer Stange das Eis lösen, um eintauchen zu können. Zur Sicherung ein Seil am Ufer festbinden oder einfach zusammen mit Freunden baden. Die Dauer zu Beginn ebenfalls kurz wählen. Sobald der Gewöhnungseffekt einsetzt, kann die Zeit verlängert werden.

Atemtechnik

Das Eisbaden lässt sich mit der von Wim Hof vorgeschlagenen Atemtechnik kombinieren bzw. ergänzen. Allerdings sollte sie NIEMALS während des Badens angewandt werden, sondern entweder unabhängig davon oder als Vorbereitung darauf. Die Atemtechnik zielt darauf, die im Kasten beschriebene Reaktion auszulösen. Es kann sein, dass es einem bei der Übung etwas schwindlig wird. Das ist ein Zeichen dafür, dass in der Lunge das Verhältnis von Sauerstoff zu Kohlendioxid verändert wurde.

Die Atemübung besteht aus 30-40 Ein- und Ausatmen-Phasen. Es sollte dabei tiefer aus- als eigenatmet werden, damit Restluft in der Lunge bleibt. Beim letzten Ausatmen die Luft so lange wie möglich anhalten (ca. 1 Minute). Danach tief einatmen und die Luft ca. 10 Sekunden in der Lunge halten, bevor sie ausgeatmet wird. Dieser Zyklus kann bis zu viermal wiederholt werden.

Kryotherapie als Lebensphilosophie

Wer die Anwendung kalten Wassers zum Bestandteil des Lebens macht, erlebt schon nach sehr kurzer Zeit ihre erstaunlichen Wirkungen. Schon bei der ersten Anwendung fühlt man sich frischer und energiegeladener. Je nach Krankheit stellen sich kurz- bis mittelfristige Milderung oder sogar vollständige Heilung ein. Allerdings ist Kryotherapie nur dann effektiv, wenn sie regelmäßig und konsistent angewendet wird. Der positive Nutzen steigt nicht unbedingt mit der Dauer der Kryotherapie, d.h. schon wenige Minuten genügen, um positive Veränderungen zu bewirken. Man muss also nicht wie Wim Hof Weltrekorde in Eiseskälte aufstellen, um gesünder und leistungsstärker zu werden!

Wer keine Möglichkeit hat, in einem See zu baden, kann Kälte zuhause effektiv einsetzen, z.B. mit der zuvor erwähnten kalten Dusche oder einer mit kaltem Wasser gefüllten Badewanne. Die Temperatur des Badewassers lässt sich mit Eiswürfeln weiter senken, um den Effekt des Eisbadens zu simulieren. Natürlich ist das Eisbaden in freier Natur ein ganz eigenes, bereicherndes Erlebnis, das die Sinne schärft für unsere Verbundenheit  mit der Natur. Trotzdem ist das Eisbaden zuhause eine sonnvolle und hilfreiche Methode.

Eine völlige neue und sehr interessante Variante der Kryotherapie ist die Ganzkörperkältetherapie in einer Kryo-Sauna. Hier werden durch verdampfenden Stickstoff Temperaturen im Bereich von -120°C bis -180°C erzeugt, denen man sich nackt oder in Badehose ca. 2-3 Minuten aussetzt. Der Stickstoff ist gesundheitlich unbedenklich, solange bestimmte Maßnahmen eingehalten werden. Der Effekt jedoch ist äußerst eindrücklich. Wie beim Eisbaden reagiert der Körper mit einer Durchblutungsanregung und optimierter Versorgung der Zellen mit Sauerstoff. Die Anregung des Stoffwechsels bewirkt das Ausschwemmen von Schadstoffen über die Blutbahn und das Lymphsystem. Außerdem kommt es zu einer intensiven Freisetzung körpereigener Opioide (Endorphine, Enkephaline).

Kryotherapie und Vita Chip

Obwohl Kältetherapie mit Informationsmedizin auf den ersten Blick nichts zu tun zu haben scheint, sind die Parallelen der Wirkungen nicht nur vergleichbar, sondern verblüffend. Kälte bewirkt im Körper eine Neuadjustierung verschiedener Körpersysteme, die als „Korrektur“ der biologischen Abläufe bezeichnet werden kann. Diese Korrektur folgt dem Prinzip der Homöostase, also dem dynamischen Gleichgewicht in Zellen und Organen. Homöostase ist DAS essenzielle Prinzip der Lebenserhaltung.

Die Informationsmedizin „korrigiert“ ebenso, wenn auch auf ganz andere Weise, nämlich auf subatomarer Ebene. Wie die Kältetherapie bringt sie verschiedene Körperregelkreise in die für sie richtige Ordnung und zwar durch Schwingung und  Resonanz. Welche Wirkungen z.B. mit dem Vita Chip erzeugt werden können, kann man hier nachlesen.

 

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