„Die Denkweise der Zukunft”

NEOFiTs Track "In ihren Händen" und die Zukunftskompetenzen

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„Die Denkweise der Zukunft”

„Die Denkweise der Zukunft besteht nicht in der Minimierung des ökologischen Fußabdrucks” – so Prof. Dr. Braungart. Der Cradle to Cradle-Pionier postuliert ein Umdenken weg von der aktuellen Wachstumsorientierung und dem Effizienzstreben hin zu Effektivität und einer Ökologie der Verschwendung.

(…) Die Frage, mit der wir uns täglich auseinandersetzen, ist einfach gestellt: Welche Veränderungen – welche Trends und Megatrends – prägen unsere Gegenwart und welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die Zukunft von Gesellschaft, Unternehmen und Kultur schließen?

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=1Rgb7G3ZPJI


Gegenwärtig nutzen wir unsere Ressourcen nach dem Prinzip „Cradle to Grave“. Wir nehmen Ressourcen, verarbeiten sie und entsorgen sie nach dem Gebrauch, ohne dass ein weiterer Nutzen vorgesehen ist. Zudem schädigen wir mit der Entsorgung oft genug die Natur, weil die Produkte mit Schadstoffen versehen sind.
Unsere Verbrauchsgüter sollten stattdessen in einen biologischen Nährstoffkreislauf und unsere Gebrauchsgüter in technischen Kreisläufen organisiert werden. Gerne wird das mit dem Kirschbaummodell erklärt. Dieser Baum produziert eine Riesenmenge an Blüten. Das riecht nach Verschwendung, das ist nicht effizient. Doch diese Blüten und alle Bestandteile des Baumes gelangen durch Kompostierung in den biologischen Kreislauf. Es entsteht kein Abfall. Außerdem filtert der Baum die Luft, absorbiert Kohlenstoffdioxid, produziert Sauerstoff, bietet Lebensraum für allerlei Tiere, unterstützt also die Biodiversität und liefert Humus durch Verrottung. Ökologisch ist das effektiv.
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen keine Waschmaschine mehr, stattdessen vom Hersteller 3000 Waschvorgänge, Sie kaufen kein Auto mehr, sondern 100 000 Kilometer Autofahrt, keine Heizungsanlage, sondern nur die Wärme. Die Folge: Kunden müssen sich nicht mehr um das Produkt kümmern, sondern die Hersteller. Diese haben dann ein Interesse daran, dass die Produkte erstens möglichst lange funktionieren und zweitens, weil sie später auch für die Entsorgung zuständig sind, dass die Teile möglichst wiederverwertbar sind, dass also keine giftigen Stoffe darin sind.

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