Der Weg zum Schlachter – Tiertransporte

0
179
(c) https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/06/Legebat.jpg

Irgendwann besteht es jeden von uns kenngezeichnet “Nutztieren” bevor der Weg zum Schlachter. Der Transport soll möglichst, schnell und unkompliziert statt finden. Dabei wird eher auf die Kosten als auf das Tierwohl geachtet. Ein Leben des Tieres, welches ohnehin für die Tötung bestimmt ist scheint nicht viel Wert zu sein.

Gesetzliche Grundlage

Eigentlich gibt es sie die Gesetzlichen Grundlagen das so genannte Tierschutztransportverordnung was den ohne hin für die Tiere stressigen Transport erträglich machen soll. Doch Ausnahmen werden zur Regel und es wird hier und da auch mal ein Auge zu gedrückt, wenn’s nicht ganz den Anforderungen. Werden die Anforderungen eingehalten ist auch dies keine Garantie für den gesicherten Transport. Ein Schwein erhält vorgeschrieben nur etwa 0,55qm2 was einem Platz von einer Duschwanne entspricht. Tiere die unter Platzmangel in Panik geraten verletzen sich häufig gegenseitig. Auch falsch angebrachte Trennvorrichtungen führen zu Verletzungen. Zu viele Tiere in einem Transporter machen es ebenfalls unmöglich die Tier entsprechend der Verordnung zu Versorgen. Beispielsweise wie vorgesehen jedes einzelne Tier in der Ruhepause mit frischen Wasser zu tränken. Eine Begutachtung des Wohlbefindens des einzelnes Tieres ist bei diesen Massen natürlich auch nicht möglich. Außerdem lassen die nur grob formulierten Verordnungen in Europa Spielraum für eignen Interpretation, dass sie nicht immer Sachgemäß erfüllt werden können.

Stress während des Transportes

Es ist nicht selten, dass gestresste Tiere während des Transportes sich verletzen oder qualvoll sterben müssen. Hitze und/ oder Kälte machen den Tieren während des Transportes ebenfalls zu schaffen. Die entsprechende enge sorgt für Ausschöpfungen oder Quetschungen. Ebenfalls werden Tiere, die selbstverständlich nicht ganz freiwillig in einen engen Transporter steigen, gewaltvoll hinein getan. So starten auch schwer verletze Tiere den Höllentrip des Transportes, denn ob ein Tier noch transportfähig ist wird wieder einmal nicht ganz klar formuliert. Stellt euch doch nur einmal das Gefühl vor wenn wir mit überfüllten S-Bahnen, Zügen oder Busse im Hochsommer unterwegs sind. Um ansatzweise ein Gefühl dafür zu bekommen wie sich diese Tiere fühlen müssen. Wobei wir immer die Wahl haben, schnell wieder auszusteigen das nächste Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder nur wenige Minuten ausharren zu müssen. Die Tiere haben diese Wahl selbstverständlich nicht.

Transport über mehrere Tage

Offiziell so heißt es dauert der Transport nie mehr als acht Stunden. Doch dann gibt es immer wieder Sonderregelungen. Geflügel oder andere klein Tiere dürfen bis zu 12 Stunden transportiert werden. Werden entsprechenden Pausen gemacht, wobei wie aus den vorigen Zeilen hervorging diese nicht immer optimal umgesetzt werden können, kann der Transport entsprechend verlängert werden. Ist Trinkwasser und Futter vorhanden darf wieder verlängert werden. Wobei es fraglich ist, ob der Überblick bei den Massen an Tieren gehalten werden kann und jedes Tier das bekommt was ihm zu steht. Durch dieses Möglichkeiten des Verlängerns kann jedoch völlig legal ein Tiertransport über mehrere Tage hingezogen werden. Interessant wird’s wenn Europa verlassen wird. Dann spiele diese Vorschriften keine Rolle mehr.

Was ist zu tun?

Leider, werden Tiere immer Transportiert werden müssen. So lange wir tierische Produkte zu uns nehmen. Darum wäre die einfachste Lösung keine Produkte dieser Art mehr zu konsumieren bzw. zu kaufen. Hat unsere Gesellschaft tatsächlich sich schon so weit entwickelt, dass wir keine Achtung mehr von anderen Lebenswesen haben und deren Leben? Vermutlich nein sonst wären wir wohl kaum besorgt um unsere Haustiere oder würde um dessen Verlust trauern. Wir wurden einfach nur dazu erzogen nachdem ich sehe nicht also ist da nichts Prinzip zu schauen. Weg schauen und stumm zu tun was alle tun ist der einfachste Weg aber auch der richtige? Niemand verlangt von heute auf Morgen sein Leben um zu Kerbeln aber ein bisschen bewusster werden, hin schauen, hin fühlen ist das was jeder Mensch tun kann. Und dann seinen eignen Konsequenz daraus zu ziehen. Weniger bis gar nicht mehr konsumieren, selbst wissen wie weit man gehen will. Alles ist ein Prozess. Etwas zu tun ist immerhin noch besser als gar nichts zu tun. Und jeder Schritt kann ein Beginn sein.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.