Chronobiologie – unsere innere Uhr

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Chronobiologie – unsere innere Uhr: ein Paradigmenwechsel ähnlicher Tragweite wie das Einführen der Anatomie in die Medizin

 

Über Jahrtausende hinweg konnten die Menschen im Einklang mit ihrer “inneren Uhr” leben. Doch in der modernen Welt ist das kaum möglich. Viele Menschen führen ein Leben, das aus dem natürlichen Takt geraten ist. Schlafstörungen, Depressionen, Diabetes und sogar Demenz können die Folge sein. Wenn wir die Zusammenhänge besser verstehen, können wir besser und gesünder leben und Krankheiten besser behandeln.

Arbeit, Schule oder Studium – für viele Menschen beginnt der Tag mit dem Wecker! Wir sind noch müde. Aber warum gelingt es uns nicht einfach, am Abend früher ins Bett zu gehen, obwohl wir es uns doch fest vorgenommen haben? Spätaufsteher haben es schwer und außerdem noch einen schlechten Ruf. Besonders Jugendliche gelten als faul und unwillig, weil sie morgens nicht aus dem Bett kommen. Aber das ist schlicht falsch. Für die meisten Menschen ist unsere Gesellschaft zu früh dran. Sie passt nicht zu unserer “inneren Uhr”, denn die legt fest, wann wir schlafen können.

Chronobiologie – Wie wir gesund bleiben (Die Wissenschaft der Zukunft)

Viele führen ein Leben, das aus dem natürlichen Takt geraten ist, leiden unter chronischem Schlafmangel mit fatalen Konsequenzen für die Gesundheit. Schlafstörungen, Depressionen, Diabetes und sogar Demenz stehen unter anderem im Zusammenhang mit einer Störung der “inneren Uhr”. Doch wenn wir verstehen, wie wir ticken, können wir besser und gesünder leben – und wir können Krankheiten effektiver behandeln.
Chronobiologie – Was ist das? Von Prof. Dr. Maximilian Moser
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=wpWuTwWxn5c

M. Moser studierte an der Grazer Universität Biologie und Medizin und promovierte 1980 zum Dr. phil. Die Habilitation im Fach Physiologie an der medizinischen Fakultät erfolgte nach einem Auslandsaufenthalt an der University of Virginia mit einer Arbeit über die Messung von Kreislaufparametern durch kontinuierliche Messung der Blutdichte im Jahr 1990. In dieser Zeit und den darauffolgenden Jahren arbeitete Moser in der Leitung eines Forschungsteams, das im Rahmen des AUSTROMIR Weltraumprojektes und später mit russischen Kosmonauten zahlreiche medizinische Projekte an der Raumstation MIR durchführte. Im Rahmen dieser Forschungen wurden neue Methoden zur Messung der vegetativen Kreislaufregulation entwickelt, die seit 1999 im neugegründeten Institut für Nichtinvasive Diagnostik in Weiz einer breiteren Anwendung im klinischen Bereich, in der Stress- und Schlafforschung und im Bereich der Präventivmedizin eingesetzt werden.

 

 

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