Ein Vorschuss an Sicherheit für Selbstständige

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copyright: ergo-kahle.de
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Vor allem im Handwerk gibt es teils starke Schwankungen bei der Auftragslage. Je nach Beruf kann das saisonale, Wetter-bedingte oder diverse andere Gründe haben. Möglicher Weise gibt es auch Mal Bedarfs-Engpässe und/oder ein Großkunde springt ab.

Die laufenden Fix- sowie Lebenshaltungskosten bleiben aber beständig. Und auch werden teils Steuerzahlungen fällig, die sich in diesen schwierigen Zeiten jedoch am Vorjahr berechnet orientieren, in welchem es beispielsweise sehr gut für den Betrieb lief.
Sicherlich, zu viel gezahlte Steuern bekommt man „irgendwann“ zurück. Möglicher Weise hat sich die Flaute bis dahin aber auch schon wieder erledigt. Nützlicher und hilfreicher für den Menschen hinter dem Job/Betrieb wäre es aber gewesen, dieses Geld zur Verfügung zu haben als die Aufträge ausblieben.

Auch die eigene Gesundheit ist ein wichtiger Aspekt.
Viele Selbstständige schonen sich nicht ausreichend und verschleppen Krankheiten, bis sie dann gezwungener Maßen für längere Zeit ausfallen. Der pure Zwang, bloß keinen Auftrag zu verpassen oder gar Mal einen abzulehnen, führt zu diesem Debakel.

Wie könnte man das ändern und verbessern?

Aus meiner Sicht ganz klar durch Bedingungsloses Grundeinkommen.
Es entzerrt den „Auftrags-Zwang“ vom Müssen zum Wollen. Bei sehr guter Auftragslage kann man auch bedenkenlos Mal eine Anfrage ablehnen. Bei Krankheit schont man sich rechtzeitig bis zur Genesung. Auch ein Urlaub mit der Familie ist endlich wieder machbar. Bei schlechter Auftragslage geht auch die Welt nicht unter, da zumindest die laufenden Fix-Kosten weitestgehend abgedeckt sind. Existenz-Angst ist ab diesem Moment nicht mehr vorhanden und wer ruhiger schläft, der liefert umso bessere Arbeit ab.

Letztlich also ein Gewinn für alle. 

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